MiniMax H3 Prompting-Leitfaden
Meistern Sie das Schreiben von MiniMax-H3-Videoprompts anhand von Prompt-Struktur, Aufgabenverteilung der Referenz-Assets, Kameraführung, Ton, vollständigen Beispielen und generierten Ergebnissen.
MiniMax H3 kann Text, Bild, Video und Audio gleichzeitig verstehen und Videos mit synchronem Ton erzeugen. Ein Prompt muss das Generierungsziel, den Zweck der Referenz-Assets, die Timeline der Einstellungen, die Handlung des Motivs, die Kamera und den Ton klar benennen. Je konkreter die Beschreibung und je konsistenter die einzelnen Informationen zueinander sind, desto kontrollierbarer ist das Ergebnis.
Die Kerninformationen eines Prompts
Ein H3-Prompt muss drei Fragen beantworten:
| Kerninformation | Was klar formuliert werden muss | Beispiel |
|---|---|---|
| Generierungsziel | Szene, Motiv, visueller Stil und Hauptereignis | Ein kühl getönter Kurzfilm für ein Parfümprodukt, ein Wassertropfen gleitet über den Flakon, am Ende wird das Etikett gezeigt |
| Aufgabe der Referenz-Assets | Wofür jedes Bild, Video oder Audio konkret zuständig ist | Bild 1 liefert das Produktaussehen; Video 1 liefert nur den Kamerapfad |
| Audiovisuelle Timeline | Auftakt, Handlungsänderungen, Kamera, Ton und Schlussbild | Wassertropfen gleitet herab → Kamera fährt heran → Fokus wechselt zum Etikett → endet auf einer Produktnahaufnahme |
Ein vollständiger Prompt besteht in der Regel aus sechs Teilen:
- Szenenabfolge: wie das Video beginnt, sich entwickelt und endet;
- Handlung des Motivs: wer was tut und wie die Handlung geschieht und sich verändert;
- Zweck der Referenzen: was jedes Bild, Video und Audio jeweils liefert;
- Kamera: Einstellungsgröße, Winkel, Bewegung und Schnitt;
- Ton: Dialog, Umgebungston, synchrone Soundeffekte und Musik;
- Schlussbild: wo die Kamera zuletzt stehen bleibt und welche Inhalte unverändert bleiben.
Vollständige Prompt-Beispiele
Produkt-Hero-Shot
Eingabe: Bild 1 · 8 Sekunden · 9:16
| Teil | Inhalt |
|---|---|
| Referenz | Bild 1 ist für das präzise Aussehen des Produkts zuständig |
| Abfolge | Wassertropfen gleitet herab → Kamera fährt heran → Etikett als Abschlussbild |
| Kamera | Langsames Heranfahren, Fokus wechselt zum Etikett |
| Ton | Leises Umgebungsgrundrauschen und ein Glas-Signalton |
| Beibehalten | Verpackungsproportionen, Logo, Etikett und Farbe |
Figuren- und Bewegungsreferenz
Eingabe: Bild 1 · Video 1 · 10 Sekunden · 16:9
| Teil | Inhalt |
|---|---|
| Referenz | Bild 1 ist für die Figur zuständig; Video 1 nur für Bewegung und Kamera |
| Abfolge | Ins Bild treten → sich umdrehen → in die Kamera blicken |
| Kamera | Tiefe Kameraführung als Verfolgung, am Ende Anstieg auf eine Halbtotale |
| Ton | Schritte, Stoffgeräusche, Innenraumatmosphäre und tieffrequente Musik |
| Ausschluss | Figur, Kleidung und Hintergrund aus Video 1 nicht übernehmen |
Wie man Referenz-Assets beschreibt
Erläutern Sie nach dem Hinzufügen eines Referenz-Assets im Prompt Punkt für Punkt, wofür es zuständig ist. Schreiben Sie nicht nur „Bild 1 als Referenz“ oder „Video 1 als Referenz“, sondern legen Sie klar fest, welche Inhalte erhalten bleiben sollen und welche nicht übernommen werden dürfen.
| Asset | Wofür es sich als Quelle eignet | Schwerpunkt im Prompt |
|---|---|---|
| Figurenbild | Gesicht, Frisur, Körperbau, Kleidung und Ausstrahlung | Bei Bildern mit mehreren Personen angeben, welche Figur verwendet wird |
| Produktbild | Flaschenform, Material, Farbe, Etikett, Logo und Text | Die Verpackungsdetails, die exakt erhalten bleiben müssen, einzeln auflisten |
| Bewegungsvideo | Gangart, Tanz, Gesten, Kamerapfad oder Schnittrhythmus | Klar angeben, welche Bewegungen nur als Referenz dienen, und die ursprüngliche Figur und Szene ausschließen |
| Audio | Klangfarbe, Dialog, Beat, Musikstil oder Soundeffekte | Klar angeben, ob es unverändert verwendet oder nur als Referenz für Klangmerkmale dient |
Wie man die Kameraführung beschreibt
Die Beschreibung der Kameraführung umfasst Einstellungsgröße, Winkel, Kamerabewegung und das Ziel der Bewegung. Stapeln Sie nicht nur Kamera-Fachbegriffe, sondern erklären Sie, wie sich die Kamera um das Motiv bewegt und was nach der Bewegung zu sehen sein soll.
| Kamerabewegung | Funktion |
|---|---|
| Heranfahren · Push In | Die Kamera nähert sich dem Motiv und betont Mimik, Produkt oder wichtige Details |
| Wegfahren · Pull Out | Die Kamera zieht zurück und zeigt die vollständige Figur, Szene oder räumliche Beziehung |
| Verfolgung · Tracking | Hält eine ähnliche Geschwindigkeit und Distanz zum sich bewegenden Motiv |
| Umkreisung · Arc Shot | Bewegt sich um das Motiv und zeigt Kontur, Material und räumliche Tiefe |
| Schwenk · Pan | Die Kameraposition bleibt fest, das Objektiv dreht horizontal zu einem neuen Motiv oder einer neuen Information |
| Hub · Pedestal | Die gesamte Kamera fährt hoch oder runter und verändert die Beobachtungshöhe |
| Handkamera · Handheld | Leichtes natürliches Wackeln, passend für dokumentarische, Street- und UGC-Anmutung |
| Statisch · Static | Festes Bild, sodass die Handlung des Motivs zum visuellen Schwerpunkt wird |
| Ich-Perspektive · POV | Beobachtet Handlung und Umgebung aus der Position der Augen der Figur |
Wie man den Ton beschreibt
Beschreiben Sie Dialog, Umgebungston, synchrone Soundeffekte und Musik getrennt und geben Sie an, bei welcher Handlung oder Einstellung sie auftreten. Der Toninhalt sollte mit den Bildereignissen synchron sein.
- Dialog: angeben, wer spricht, mit welcher Emotion gesprochen wird und der vollständige Text;
- Umgebungston: die dauerhaft vorhandenen Raumgeräusche beschreiben, etwa Stimmengewirr im Einkaufszentrum, Meereswellen, Regen oder nächtliches Stadtgrundrauschen;
- Synchrone Soundeffekte: den Ton konkreten Handlungen zuordnen, etwa das Öffnen eines Deckels, das Aufsetzen einer Schuhsohle, Stoffreibung oder das Eingießen von Flüssigkeit in eine Tasse;
- Hintergrundmusik: Musikstil, Instrumente, Rhythmus sowie die Lautstärkeänderungen bei den entscheidenden Bildern angeben.
Wie man Prompts stabiler macht
- Anzahl der Handlungen an die Dauer anpassen: Kurze Videos konzentrieren sich auf eine Haupthandlung; wenn mehrere Ereignisse nötig sind, teilen Sie sie in zeitlicher Reihenfolge auf;
- Beobachtbare Verben verwenden: Ersetzen Sie „sehr edel“ durch „kühles Seitenlicht wandert entlang der Glaskante, die Reflexe sind sauber und zurückhaltend“;
- Kamerakonflikte vermeiden: Fordern Sie nicht gleichzeitig Stillstand, schnelles Heranfahren und eine große Umkreisung;
- Beizubehaltende Elemente klar benennen: Figurenidentität, Kleidung, Verpackung, Logo, Farben und wichtige Requisiten müssen einzeln angegeben werden;
- Schlussbild klar festlegen: Beschreiben Sie, wo die Kamera zuletzt stehen bleibt und was im finalen Bild klar sichtbar sein muss;
- Nur notwendige Einschränkungen behalten: Konzentrieren Sie Einschränkungen auf Probleme, die die Auslieferung wirklich betreffen, etwa Tippfehler, Verformungen, duplizierte Produkte und Wasserzeichen.
Wenn das Ergebnis vom Prompt abweicht, prüfen Sie der Reihe nach, ob es Konflikte bei Motiv, Handlung, Szene und Kamera gibt; ob jedes Referenz-Asset nur eine klar umrissene Aufgabe übernimmt; ob die Anzahl der Handlungen zur Videolänge passt; und ob Schlussbild und beizubehaltende Elemente bereits klar formuliert sind.
Showcase: Referenz-Assets und generierte Ergebnisse
Textgenerierung: handgezeichnetes Küchenwesen
Startbild-Generierung: Weltraumoper-Trailer

Multi-Referenz-Generierung: Streetdance-Bewegungsübertragung


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